Einmal Fanø – immer Fanø

Fanø – Warum hat diese unscheinbare, kleine, dänische Insel in der Nordsee, am nördlichen Rand des Wattenmeers, auf so viele Urlauber eine magnetische Wirkung? – Aus Ersttätern werden Dauerurlauber, Wiederkehrer und Niewiederwegfahrer. Kurz, es reicht häufig nur ein Besuch und das Auto zeigt mit einem kleinen Aufkleber an der Heckklappe den Status des Halters: „Fanø-Addicted“.

Doch was macht diesen Zauber nun aus? – Ist es das heimische Gefühl, wenn man abends in der Herbstdämmerung, auf dem Sofa, vor dem wärmenden Kamin sitzt? – Die kleine Holzhaus auf der Düne, mit einer kleinen Terrasse, liegt fast nur einen Steinwurf entfernt vom Strand. Die Ebbe hat das salzige Nordseewasser aus dem Wattenmeer gezogen. Im orangen Schein der untergehenden Sonne glitzern hier und dort in den Seetangbüscheln ein paar Bruchstücke des „Gold des Nordens“. Bernsteine – Millionen Jahre alte Harzklumpen, die über die Zeitalter versteinerten. Sie erzählen Geschichten von Früher, zeigen eingeschlossene Insekten aus vergangen Tagen.

Dänemark_Fanö_Wattenmeer Dänemark_Fanö_Wattenmeer-Sonnenuntergang Dänemark_Fanö_Ferienhaus-Kamin

Die Anreise

Um diese Frage beantworten zu können, zunächst ein Blick auf ein paar Eckdaten. Fanø ist nach Rømø und Mandø die dritte Insel nördlich von Sylt und mit einer Fähre von Esbjerg innerhalb von ca. 10-15 Minuten erreicht. Die Überfahrt kostet mit einem PKW – inklusive 9 Personen – ca 40,-€. Da die Fähre die einzige Verbindung zwischen Fanø und dem Festland ist, fährt diese auch sehr regelmäßig. Zu den Hauptzeiten sind gleich zwei Schiffe im Einsatz. Verpasst man also Menja, fährt 20 Minuten später schon Fenja nach Nordby, die Hafenstadt von Fanø.

Dänemark_Fanö_Fähre-Menja Dänemark_Fanö_Fähre-Fenja

 

Die Insel ist sehr vom Tourismus geprägt. Die meisten Häuser, die an unbefestigten Schotterstraßen liegen, sind Ferienhäuser, die über diverse Vermietungen angeboten werden. Es sind fast ausschließlich kleine Holzhäuser, die Platz für 2 bis 12 Personen bieten. Die Häuser stehen fast ausschließlich im Norden rund um Nordby, Rindby und Fanø Bad oder im Süden Rund um Sønderho. Verbunden werden die Orte mit der Hauptstraße (Postvejen/Landevejen), die einmal von komplett über die Insel die wichtigsten Orte verbindet. Alternativ fährt man über den Strand, direkt am Meer, zwischen Fanø Bad und Sønderho, auf und ab.

Dänemark_Fanö_Ferienhaus

Kunstladen

Fährt man die Hauptstraße Richtung Süden, erreicht man Höhe Rindby Strand den Kunstladen. In diesem umgebauten Bauernhof werden dem Besucher verschiedenste Handarbeitswaren, modische Bekleidung und dekorative Designerstücke angeboten. Der Kunstladen ist über die letzten gut 40 Jahre um ein vielfaches gewachsen. Angefangen haben die Besitzer mit dem kleinen Stall der jetzt ganz am Ende der Verkaufsfläche zu finden ist. Damals verkauften sie auch nur Gemälde. Das Sortiment erweiterte sich über Stick- und Strickwaren, Freizeitkleidung und Geschenkartikel. Die Scheune wurde zu klein und nebenstehende Gebäudeteile sowie komplette Neubauten wurden zur Ladenfläche hinzugefügt. Ein Besuch Kunstladen ist für viele Fanø-Besucher ein Muss während des Aufenthalts. Man kann hier in aller Ruhe durch die Räume gehen und sich in Ruhe die dänische Kunst und Mode anschauen.

Drachenfest

Ein Highlight auf Fanø ist jedes Jahr das Int. Kite Fliers Meeting im Juni. Mit seinen über 5000 Teilnehmern ist es aktuell das größte Drachenfest der Welt. Die bunte Mischung aus traditionellen, rautenförmigen Drachen und den verrücktesten Fabelwesen und Figuren erzeugen ein einmaliges Bild über dem weitläufigen Wattenmeer.

Dänemark_Fanö_Drachenfest

HotDog, Burger & Co.

Auch „kulinarisch“ hat Fanø etwas zu bieten.
Das Frühstück gibt es bei Edeka merko im Kirkevejen in Rindby Strand. Die frisch gebackenen Sesambrötchen schmecken besonders gut, wenn man sie mit Vanillequark und Schokoladentafeln belegt. Für die Herzhafteren unter uns gibt es z.B. den runden, dänischen Käse in der roten Verpackung.

Weiter Richtung Strand steht die Bushaltestelle „Stoppestedet“ auf der rechten Seite. Hier gibt es Hot-Dogs und Burger in typisch dänischen Variationen. Außerdem bekommt man hier mit das beste Soft-Eis der Insel. Ob Schokostreusel, Krokant oder Schokoüberzug. Es schmeckt einfach himmlisch!

Dänemark_Fanö_Stoppesteted

Der Urlaub

Jeder Fanø-Urlauber sollte eine gewisse Naturverbundenheit mitbringen und ein Freund von einem entschleunigten Leben sein. Die Insel bietet eine sehr ländliche Atmosphäre. Selbst die Orte Nordby und Sønderho behalten diesen Charakter bei. Während man in Esbjerg, ein paar Kilometer nord-östlich von Nordby, mitten in einer belebten, modernen Stadt steht, scheint auf Fanø die Zeit irgendwann stehen geblieben zu sein. Keinesfalls bedeutet dies aber, dass hier alles altmodisch ist. Die Einwohner haben es geschafft eine Mischung aus Traditionen und der Moderne zu kreieren. Allein diese Mentalität lässt den typischen Fanø-Urlauber immer wiederkehren.

Dänemark_Fanö_Nordby-Hafen

Mit der Fahrt auf der Fähre ist es so, als ließe man seine Sorgen einfach auf dem Festland liegen. Eine Zeit der Entspannung liegt vor einem, die nie lang genug sein kann. Trotz der Entschleunigung vergeht die Zeit dann doch, wie eigentlich bei jedem Urlaub, wie im Flug.

…7 Tage…
…2 Wochen…
…1 Monat…

…Abschalten – Seele baumeln lassen – Natur genießen – am Kamin sitzen – Sonnenuntergang direkt über der Nordsee…

Das ist Urlaub auf Fanø!

Dänemark_Fanö_Nordsee-Sonne Dänemark_Fanö_Nordsee-Wattenmeer-Sonnenuntergang Dänemark_Fanö_Wattenmeer-Sonne-hinter-Wolken

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