Zwischen Guinness und Jameson – Sightseeing Tour in Dublin (Teil 1)

Dublin im September – Klingt nach Kälte, Regen und grauem Himmel – Halt typisch Großbritannien.
Doch wer mal den Weg nach Irland findet merkt schnell, dass das Klima hier nicht typisch Britisch ist. Spätestens wenn man die erste irische Palme entdeckt sollte einem klar sein, dass Irland durch die Nähe zum warmen Golfstrom ein viel milderes Wetter hat. Dies merkt man sogar in Dublin an der Westküste – denn auch in der Hauptstadt findet man die eine oder andere Palme in den Vorgärten.

Was heißt das also für den Backpacker, Spontanurlauber und Städtereisenden? – Trocken kann man das Wetter auf jeden Fall nicht nennen. Regenjacke ist also Pflicht und ein stabiler Schirm kann auch nicht schaden, da dieser bei längeren Spaziergängen auch als Wanderstock praktikabel ist. Die dicke Winterjacke könnt Ihr zu Hause im Schrank hängen lassen, denn die Temperaturen erreichen selbst im Winter nur selten die 0-Grad-Marke. In der Küstenstadt weht auch wie in meiner Heimat des Öfteren eine „steife Brise“, auch darauf sollte man vorbereitet sein.

Wer nicht weiß, was er in Irland unternehmen soll, oder einfach noch den einen oder anderen Reisetipp sucht, ist hier auf jeden Fall nicht verkehrt. Ihr werdet in den folgenden Tagen unter der Kategorie Europa/Irland noch mehr Berichte zu diesem Thema finden.

Erster Stopp – Dublin

Bus fahren

Hinaus aus dem Flughafen geht es mit einem der regelmäßig fahrenden Busse (Airlink) direkt in die Innenstadt von Dublin. Wir haben uns hierfür ein Fünf-Tage-Ticket direkt im Dublin Bus gekauft. Der Tagespreis beträgt als Student normalerweise 5,-€. Die Fünf-Tage-Karte erhält noch einen Rabatt, sodass sie nur noch 21,50 € kostet. Mit diesem Ticket kann man nun die nächsten fünf Tage bequem zu jeder Zeit in jede Richtung mit jedem Bus innerhalb von Dublin reisen.

Reisetipp: 5-Tage-Ticket bei Dublin Bus 27,50 € (21,50 € – Student) statt 34,50 (25,-€) – http://www.dublinbus.ie/

spire 01The Spire – Der Orientierungspunkt

Im Stadtzentrum angekommen erblickt man über lang oder kurz The Spire. Ein Wahrzeichen, welches an einen, senkrecht im Boden steckenden, Speer erinnert. Durch die Zentrale Lage in der O’Conell Street ist diese Nachts beleuchtete Skultpur ein perfekter Orientierungs- und Treffpunkt.

Molly Malone

mollyEin knapper Kilometer weiter Südlich und einmal über den Liffey, steht, die Statue Molly Malone. Sie ist die, in Metall gegossene Verbildlichung der Molly Malone aus der Hymne der Stadt und somit eigentlich das wichtigste und berühmteste Wahrzeichen Dublins.

 

 

In den Pubs

Schaut man sich das Video einmal genauer an, so fällt einem direkt der Zusammenhalt der Iren durch ihre Musik auf. Dies spiegelt sich besonders in den nächtlichen Zusammenkünften in den Pubs wieder. Nicht selten spielen hier kleine Live-Bands die einen Klassiker nach dem nächsten spielen. Gröhlend, jubelnd, singend und tanzend werden sie von den Einheimischen begleitet. Das Alter spielt hier kaum eine Rolle. Jung mit Alt steht hier Arm in Arm und jeder schmettert mit seiner leicht Guinness und Jameson verschlüsselten Stimme die Gassenhauer der gälischen Kultur mit.
Ich kann jedem nur Empfehlen den einen oder anderen Abend in einem Pub zu verbringen. Einiges ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Die Größe eines Guinnessglases (1 Pint = 0,5683 Liter) und die etwas erhöhte Frequenz neuer “Runden” stellt die Trinkfestigkeit der Gäste auf eine besondere Probe. Die dazwischen geschobenen Runden mit Jameson Whiskey in den verschiedensten Mischvarianten machen es einem nicht einfacher.

Hatte man bis zu diesem Zeitpunkt das eine odere andere mal häufiger Probleme, gerade die älteren Iren, mit ihrem stark gälisch gefärbten Sprache, zu verstehen, verbessert sich das Verständnis gefühlt von Glas zu Glas. Man könnte also meinen, dass der Irische Dialekt durch den erhöhten Guinnesskonsum entstanden ist und sich auch so wieder “entschlüsseln” lässt.
Der Morgen danach
Hat man den vorherigen Abend ohne Beinbrüche beim Tanzen auf engstem Raum gut überstanden – und ja, man kommt nicht drum rum! Man wird einfach auf die “Tanzfläche” gezogen – stellt sich mit Sicherheit kurz nach dem öffnen des linken Auges die Katerstimmung ein.
An dieser Stelle lohnt es sich, sich auf zuraffen, unter die kalte Dusche zu gehen und zumindest äußerlich frisch auf die Suche nach einem herzhaften Frühstück zu machen.
Perfekt gegen den Kater und das flaue Gefühl im Magen ist das typisch irische Frühstück.
Wer schoneinmal in den Genuss eines britischen Frühstücks gekommen ist, weiß wovon ich rede.

Das beste nach einem Guinnessreichen Abend ist das komplette “Frühstücksmenü”.
Angefangen mit einem Glas Orangensaft geht es weiter mit Cerialien (Cereals, Conflakes, Müsli oder Porrdige). Der Hauptgang besteht aus einer herzhaften Zusammenstellung aus Eiern (Omelette, Rührei, Spiegelei, etc.) mit Bacon, gebackenen Bohnen in Tomatensoße (baked beans), kleinen gebranen Schinkenwürstchen, gebrantene Blutwurst (Black Pudding) und gebratenen Champignons. Dazu gibt es Toast mit gesalzener Butter und als süße Abrundung, Marmelade. Zu trinken gibt es natürlich Tee und Kaffee.

Guinness

Frisch gestärkt ist es nun an der Zeit herauszufinden, was eigentlich dieses Stout-Bier Guinness genau ist. Um diese Frage beantworten zu können lohnt sich ein Besuch im Guinness Storehouse. Für 18,-€ pro Person (14,50€ Studenten) erfahrt ihr hier die Enstehungsgeschichte der Brauerei und die Besonderheiten des Brauens. Außerdem erfährt man noch einiges über Arthur Guinness.

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Besonders zu Empfehlen ist ein Besuch in der Gravity Bar im obersten Stockwerg. Hier hat man einen unglaublichen 360 Grad Blick über fast ganz Dublin. Ist also auf jedenfall einen “aufstieg” wert!

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Jameson

Neben Guinness ist der Jameson Whiskey das mit am häufigsten verkaufte Getränk in den Pubs. In der Old Jameson Distillery hat man die Möglichkeit, ähnlich wie im Guinness Storehouse, für 14,-€ (Studenten 10,60€) die Entstehung des leckeren Tropfen zu erfahren. Am Ende besteht sogar noch die Möglichkeit ein zertifizierter Whiskeytester zu werden.

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Wer jetzt denkt: “Das war schon alles? Mehr gibt es nicht in Dublin zu sehen?” – Den kann ich beruhigen! Dublin ist eine Millionenstadt und man braucht viele Tage , um nur die wichtigsten Dinge über die Metropole zu erfahren.

Weiter geht es hier im zweiten Teil:
Raubtierfütterung und Sightseeing in Dublin (Teil 2)

3 Comments

  • Antworten Dezember 11, 2014

    Reiseblog

    Hallo Ihr Zwei!
    Schöner Beitrag. But I love Dublin anyway! 🙂 Fällt aber auch nicht schwer, denn meine Schwester lebt seit fast 15 Jahren etwas südlich in Arklow. Mittlerweile war ich viermal drüben, das letzte Mal ist leider schon wieder 1,5 Jahre her. Bin gespannt wann ich es mal an die Westküste schaffe. Der Osten Irlands hat mich immer schon so toll empfangen, daß ich gar nicht weiter wollte.
    Liebe Grüße aus dem schönen Bayern sendet der
    Daniel

  • Antworten Dezember 12, 2014

    Florian

    An der Westküste war ich bei dem Trip unter anderem auch. Zwar nur in einem Ort (Galway) aber mit dem Hafen und der Pub-Straße auf jeden Fall sehenswert! Ich kann dir nur nahe legen, auch mal die Westküste zu erkunden. Über den Teil meiner Irland-Tour werde ich auch noch einen Beitrag schreiben!
    Liebe Grüße
    Flo

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